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Energiedaten in der Produktion messen und nutzen

Wer nicht weiss, welche Maschine wie viel zieht, kann auch nichts daran verbessern. Ich binde Zähler und Geräte an, mache den Verbrauch sichtbar und schalte Verbraucher gesteuert zu.

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Energiedaten in der Produktion messen und nutzen

Zähler und Geräte anbinden

Energiezähler, Wechselrichter, Ladepunkte, Kompressoren und Maschinensteuerungen sprechen unterschiedliche Sprachen. In der Praxis sind das Modbus TCP und RTU, OPC UA, M-Bus, MQTT und für Ladeinfrastruktur OCPP, dazu Hersteller-APIs. Ich lese die vorhandenen Geräte aus, auch wenn die Schnittstelle nur spärlich dokumentiert ist, und bringe die Werte in ein einheitliches Bild.

Verbrauch je Maschine sichtbar machen

Ein Zähler am Hausanschluss sagt, was das Werk zieht. Interessant wird es eine Ebene tiefer: Verbrauch je Maschine, je Schicht, je Auftrag. Erst damit lässt sich beantworten, welcher Prozess wirklich Geld kostet und ob eine Umstellung etwas gebracht hat. Die Daten landen in einem Dashboard und, wo es sinnvoll ist, im ERP neben den Auftragsdaten.

Lastspitzen erkennen und begrenzen

In vielen Betrieben entsteht die Spitze durch Zufall, weil mehrere grosse Verbraucher gleichzeitig anlaufen. Wenn die Messwerte vorliegen, lässt sich das erkennen und entzerren: Verbraucher mit Vorrang versehen, Anläufe staffeln, unkritische Lasten kurz zurücknehmen. Das ist Ablaufplanung, keine Magie, und sie braucht verlässliche Messwerte als Grundlage.

Verbraucher gesteuert zuschalten

Prozesswärme, Lüftung, Trocknung, Kompressoren und Ladepunkte müssen nicht immer dann laufen, wenn sie gerade angeschaltet werden. Ich baue die Steuerung so, dass Reihenfolge, Grenzwerte und Sperrzeiten im Betrieb einstellbar bleiben, statt im Code zu stehen. Wer die Anlage bedient, soll das selbst anpassen können.

Entscheidungen laufen lokal

Die Logik gehört auf ein Gerät im Schaltschrank, nicht in eine Cloud. Fällt die Internetverbindung aus, muss die Anlage selbst weiterentscheiden können, und zwar in einen definierten Zustand. Als Grundlage nutze ich fertige Industrierechner für die DIN-Schiene, getrennt von Router und Fernzugriff, damit sich ein Gerät austauschen lässt, ohne dass alles stillsteht.

Stolpersteine, die Zeit kosten

Drei Dinge tauchen fast immer auf. Viele Geräte erlauben nur eine Verbindung gleichzeitig, und wenn dort schon ein anderes System hängt, braucht es einen Plan. Manche Schnittstellen müssen vor Ort mit einer Installateur-App freigeschaltet werden, was sich nicht aus der Ferne nachholen lässt. Und die Registerbelegung unterscheidet sich zwischen Firmwarestände desselben Geräts. Wer das vorher klärt, spart sich einen zweiten Anfahrtsweg.

Häufige Fragen

Welche Geräte lassen sich anbinden?

Alles mit einer offenen Schnittstelle, in der Praxis meist Modbus TCP oder RTU, OPC UA, M-Bus, MQTT oder eine Hersteller-API. Bei Ladepunkten OCPP. Fehlt die Schnittstelle ganz, lässt sich oft ein eigener Zähler oder Sensor nachrüsten.

Brauche ich dafür neue Hardware?

Meist ein Industriegerät für die DIN-Schiene, auf dem die Steuerung läuft, plus gegebenenfalls Zähler für die Messpunkte, die heute fehlen. Vorhandene Steuerungen und Zähler nutze ich weiter.

Was passiert bei einem Netzwerkausfall?

Die Anlage läuft lokal weiter und entscheidet selbst. Die Verbindung nach draussen ist für Auswertung, Fernzugriff und Updates da, nicht für den Betrieb.

Können wir klein anfangen?

Ja, und ich empfehle es. Erst messen und sichtbar machen, dann einen Verbraucher steuern, dann ausbauen. So sehen Sie den Nutzen, bevor der grosse Teil der Arbeit anfällt.

Geht es hier auch um Photovoltaik und Eigenverbrauch im Wohnbau?

Nein. Hier geht es um Energie- und Betriebsdaten in Produktion und Gewerbe. Für Anlagen im Wohnbau bin ich nicht der richtige Ansprechpartner, aber fragen Sie trotzdem, dann sage ich Ihnen, wer passt.

Passt das zu Ihrem Vorhaben?

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Standort Rorschacherberg bei St. Gallen. Projekte in der ganzen Schweiz und der Bodenseeregion, remote und vor Ort.